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Testing the Coaches

23.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Fakten über das Team, Inside the Team, Staff

Man sollte nie etwas glauben, was man nicht selber probiert hat. Als Tight End der Darmstadt Diamonds hatte ich die Möglichkeit, mich von der Qualität der drei süddeutschen Nationalmannschafts-Coaches persönlich zu überzeugen.

Markus Gräßer(Defense Line Rhein-NeckarBandits)

Markus ist in der Nationalmannschaft genauso wie im Verein fürdie Defense Line zuständig. Und die hat uns ganz schön zu schaffen gemacht. Besonders beide Defense Ends wirkten gut gecoacht und haben ein super Spiel gemacht. Auch derDefense Tackle #54 machte uns viele Plays kaputt. Apropos kaputt.  Ich persönlich habe in einem Spiel selten so viele blaue Flecken eingesteckt wie gegen die Bandits.

Facemask verbogen!

Das habe ich auch noch nie erlebt. Mein Facemask hat sich im Spiel  so verbogen, dass ich mir ein Neues kaufen muss. Ich kam mir vor als hätte ich so ein altes Single-Bar Facemask wie es Kicker noch vor 15  Jahren in der NFL trugen. Da passte deutlich mehr als eine Faust durch, was ich auch zu spüren bekam. Lange Zeit dominierten beide Defense-Reihen das Spiel, am Ende entschied ein wildes Offense Feuerwerk innerhalb der letzten zwei Minuten das Spiel. Wir gingen zweimal in Führung, um dann doch mit 28:24 zu verlieren.

Wenn Markus es schafft, unsere Defense Line in der Nationalmannschaft genauso einzustellen wie die der Bandits, dann wird es für unsere Gegner ein langes Turnier.

Daniel Koch (Defense Line Franken Knights)

Daniel Koch ist hauptsächlich Defense Coordinator im Jugend Team und coacht daneben die Defense Line im GFL 2 Team der Knights.  Den Test konnte ich leider altersbedingt nur im GFL2 Team  vornehmen, aber diesmal als Offense Line Spieler. Direkt mittendrin also. Zahlenmäßig waren uns die Jungs schon deutlich überlegen. Elf Defense-Line Spieler standen gerade mal zwei etatmäßigen O-Liner gegenüber, aufgefüllt durchDefense Line Spieler und einem Tight End. Elf Spieler auf einer Position bedeutet auf jeden Fall schon mal ein vernünftiges Training. Denn bei elf Spielern bekommen viele nicht so viel Spielzeit wie sie sich wünschen. Wenn sie dennoch am Spieltag bereit stehen, zeugt das von der Qualität der Coaches. Denn nur wenn man das Gefühl hat auch im Training was zu lernen, sich weiter zu entwickeln und dabei Spaß hat, ist ein Spieler auch mit weniger Spielzeit zufrieden. Über die Qualität der Spieler braucht man kein Wort verlieren. Franken Knights haben immer sehr athletische Spieler, technisch gut gecoacht und schnell. Das war auch diesmal so.

Daniel Koch übernahm gegen uns den Job in der „Skybox“  und funkte seine Erkenntnisse in die Teamzone. Leider konnte ich den Funkverkehr nicht abhören (das hätte uns bestimmt geholfen) aber im Ergebnis war Franken stets gut gegen uns aufgestellt. Wir konnten zwar den Ball erfolgreich bewegen, aber am Ende reichte es nur für einen Score.

Conny Jäckel (Wide Receiver DarmstadtDiamonds)

Dieser Test ist der schwierigste und einfachste zugleich. Schliesslich hatte ich mehr als genug Gelegenheit Conny beim Coaching zu beobachten. Doch den eigenen Coach und die eigene Lebensgefährtin zu beurteilen kann nie objektiv sein. Fakt ist, dass sie viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Jede Übung wird geplant, getestet und umgesetzt. Ständig diskutieren wir über die Leistung der Spieler, analysieren die Videos und arbeiten an der Weiterentwicklung für unser Team. Die Diskussionen sind auch für mich immer sehr lehrreich. So lerne ich auf Running Back und Wide Receiver viel dazu, habe aber zum Glück noch ein paar Vorteile auf den anderen Positionen.  Conny hat bewiesen, dass sie in der GFL2 ihren Mann stehen kann und wird dies auch in der Nationalmannschaft tun.

Fazit des Test

Absolut positiv. Ich glaube, wir haben die richtigen Coaches für die Weltmeisterschaft. Dieser Eindruck aus dem Trainingslager hat sich jetzt mit dem Test verfestigt. Und die Coaches sind nicht nur fachlich sehr gut, sondern auch menschlich. Es hat viel Spass gemacht sich mit Ihnen nach dem Spiel zu unterhalten. Die Weltmeisterschaft kann kommen.

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Dieses Kribbeln im Bauch..

22.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Blog, Pressearbeit, Staff

.. spürt ihr das auch?

Am Samstag das letzte Spiel mit der eigenen Mannschaft. Schnitt. Darmstadt Diamonds werden für die nächsten 14 Tage zur Seite gepackt. Ab sofort dreht sich Football nur noch um die Nationalmannschaft. Das ganze Denken ist auf Stockholm ausgerichtet.

Die Anspannung ist scho detulich spürbar. Es wird schwieriger, sich auf alltägliche Dinge zu konzentrieren.

Erst einmal das Equipment. Auch wir vom Staff leiden unter der 20kg Regel: Laptop, Stativ, Festplatten, Foto-Apparat, Kamera, Ladegeräte. Die Technikliste ist lang. Alles muss überprüft werden. Updates einspielen, Software kontrollieren. Zum Glück habe ich Donnerstag frei, um die letzen Anpassungen vorzunehmen. Dann kann ich alle Dokumente, Mails und Informationen auf den Laptop überspielen. Habe ich alle Informationen, Zugangsdaten und Technik, um die Homepages zu pflegen, PR-Meldungen zu schreiben und zu versenden? Ja, die Liste sollte komplett sein. Auch die Liste mit den Adressen der Journalisten? Ja, liegt schon da. Aber nicht zuviel Papier mitnehmen, Papier ist schwer!!!

Oops. Was ist das? Okay heute abend habe ich noch ein Meeting für die Europameisterschaft 2010 in Frankfurt. Das ist auch nur noch knapp 30 Tage hin. Als noch einmal kurz umschalten. Aber ab morgen gehts dann nur noch um die WWC 2010.

Am Wochenende in Rothenburg ob der Tauber hatten wir die Möglichkeit, vorher mal kurz durch die Altstadt zu schlendern. Hier gibt es nicht nur während der Fussball-WM eine Unzahl von Fan-Artikel in Schwarz-Rot-Gold. Unglaublich. Vieles Sachen am Rande der Geschmacklosigkeit, aber einige sahen auch wirklich gut aus. Doch zum Kauf konnte ich mich dann doch nicht durchringen. Zum Glück, denn die 20kg Regel darf man nicht ignorieren.

Jetzt gilt es noch die letzten Gespräche zu führen. Vielleicht kann man noch jemanden überzeugen zur Pressekeonferenz zu kommen oder über die WWC 2010 zu schreiben. Ich kann es nicht mehr hören: „Wir haben gerade WM“, „Zur Zeit ist es nicht so gut“. Ich drücke Deutschland fest die Daumen. Ich wünsch dem Team wirklich, dass sie morgen gegen Ghana gewinnen. Zumindest zu wünsche ich dass zu 99%. Das eine andere Prozent träumt davon, dass sich am Donnerstag fünfzehn Redaktionen bei mir melden, sich für die PK anmelden und Informationen von der WWC 2010 nachfragen, weil sie nicht wissen, wie sie ab Freitag die Titelblätter füllen sollen.

Es könnte langsam losgehen…

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Ein Traum geht in Erfüllung

22.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Inside the Team, Links

Über Jana Gaitzsch bericht die Südwestpresse aus Ulm unter

http://www.swp.de/crailsheim/sport/sonstige/regional/art1159551,526471

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Sonnig, 22 Grad

22.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Blog

Das ist das aktuelle Wetter in Stockholm. Klingt doch gar nicht schlecht, oder?

Wie es sich weiterentwickelt könnt ihr ab sofort in der linken Leiste hier im Blog verfolgen. Viel Spaß.

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USA im Trainingslager

22.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Blog, USA

Football USA gibt den ersten Bericht aus dem Trainingslager der US-Amerikanerinnen. Bereits seit Sonntag trainiert Team USA in Austin, Texas. Die ersten Erkenntnisse: Im Zweikampf zwischen Offense und Defense liegt bisher die Defense vorne, die unterlegene Offense muss im nächsten Training die roten Westen tragen und am Donnerstag geht es nach Europa.

Die Deutsche Nationalmannschaft geht erst am Freitag ins Camp. Durch die kürzere Anreise und den späteren Einstieg ins Turnier können wir 5 Tage später starten und haben trotzdem nur einen Tag weniger Zeit im Camp.

http://www.usafootball.com/articles/displayArticle/7481/9624

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IFAF Newsletter WWC 2010-01

22.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Pressearbeit

SWEDEN WELCOMES FIRST INTERNATIONAL FEDERATION OF AMERICAN FOOTBALL WOMEN’S WORLD CHAMPIONSHIP

Six teams from around the world prepare to compete at the Zinkensdamms IP Stadium when history will be made on the gridiron from June 26 to July 4, 2010

TUESDAY, JUNE 22, 2010 – PARIS, FRANCE – The world’s best female American Football players will converge on Stockholm, the capital city of Sweden this week, from June 26 to July 4 for the inaugural International Federation of American Football (IFAF) Women’s World Championship.

American football’s female athletes representing the United States, Canada, Germany, Austria, Finland and Sweden will compete at the Zinkensdamms IP Stadium in Stockholm in the following groups:

Group A
USA
Austria
Finland

Group B
Canada
Germany
Sweden

The 2010 IFAF Women’s World Championship will kick off on Sunday, June 27 when number one seed USA takes on Austria and host Sweden faces number two seed Canada. Austria will be in action again on Tuesday, June 29 against Finland, along with Sweden against Germany.

Games featuring Canada versus Germany and USA against Finland on Thursday, July 1 will complete the group play. The top teams in each group will meet in the IFAF Women’s World Championship Gold Medal Game on Saturday, July 3 following the Bronze Medal and fifth placed games.

Each of the six teams will face group opponents for the first time in history in women’s American football, but international competition within the women’s game is not without precedent since two previous games have been played in Scandinavia. Finland hosted Sweden in 2008, winning 64-0 in Helsinki and again in 2009 when the Swedes played host to their neighbors as Finland triumphed again, this time by a score of 36-6.

„Women’s tackle football is growing steadily in popularity and now IFAF is delighted to kick off this historic first ever international tournament in the history of our sport,“ said IFAF President TOMMY WIKING, who is also the President of the hosting Swedish American Football Federation (Svenska Amerikansk Fotbollsförbundet).

„It will be interesting to discover the rate of development of the women’s game when these six countries take the field. Other sports have grown and flourished as a result of their members entering competition and over time the margin of competitiveness has narrowed. IFAF sees this tournament as a starting point for the women’s game to prosper internationally and it is also an important component in our quest to see American football recognized as an Olympic sport.“

The first-ever IFAF Women’s Conference will be held in conjunction with the IFAF Women’s World Championship on Friday, July 2 from 10:00 to 17:00 at the Zinkensdamms IP in Stockholm, Sweden.

With the goal of increasing female participation in the sport and raising the profile of the women’s game, the conference will provide a platform for knowledge sharing among countries with established women’s programs and those interested in learning more about developing women’s football.

For any questions regarding the conference contact IFAF Development Manager Jack Reed: jreed@usafootball.com.

2010 IFAF Women’s World Championship schedule

Saturday, June 26, 2010

Teams arrive

Sunday, June 27, 2010

USA vs. Austria

Sweden vs. Canada

Monday, June 28

Rest day / Teams inactive on previous day have option to arrive

Tuesday, June 29, 2010

Finland vs. Austria

Germany vs. Sweden

Thursday, July 1, 2010

Canada vs. Germany

USA vs. Finland

Saturday, July 3, 2010

Fifth Place game

Bronze Medal game

Gold Medal game

Team information:

USA Football’s Women’s National Team will represent the United States in Stockholm. USA Football’s team was assembled in partnership with the Independent Women’s Football League (IWFL), which consists of more than 1,800 female athletes across 51 teams. This roster will represent the United States‘ first women’s national team in America’s favorite sport. According to the Sporting Goods Manufacturers Association, more than 120,000 American females played tackle football at least 26 times in 2008.

Team USA is led by John Konecki, an accomplished coaching veteran within the IWFL and high school football. The head coach of IWFL’s Chicago Force, Konecki was named the league’s 2009 Western Conference All-Star Team coaching staff. He also serves as the offensive coordinator of Cret-Monee High School in Crete, Illinois – 35 miles south of Chicago.

Team USA is holding a training camp from Saturday, June 19 to Wednesday, June 23 and will depart for Sweden on June 24.

Selection for the Canada National Team is complete as the final 45 players have been established. 90 players participated in one of two regional camps during March in Saskatoon, SK, and Oromocto, NB. The selected players then attended the final camp in Saint John, NB, before heading to Sweden at the end of June. The team is made up of players from nine teams with 13 players from Saint John and nine from Winnipeg. The other teams represented are Fredericton, Montreal, Calgary, Edmonton, Moncton, Saskatoon, and Halifax.

Head Coach Larry Harlow, who was one of the founders of the New Brunswick Women’s Football League, the New Brunswick Jr. Girls Football League and the Maritime Women’s Football League, will lead the Canadian challenge. He is currently the Head Coach of the Saint John Storm, a team he has transformed from last place into undefeated Maritime Champions.

Germany has selected a 45 person squad that includes 35 players from their Division I teams and 10 players from Division II. Players represent 13 different teams with the most from the Munich Cowboys and German Ladies Bowl finalists Berlin Kobras with seven players apiece. The Dresden Diamonds have also contributed five players, while the Hamburg Amazons, Mainz Lady Warriors and Muelheim provided four. More than 120 players attended tryouts in Cologne and 75 women were selected to attend a follow-up camp in early 2010 where the final 45 player roster was selected. The women’s league began in 1990 and the first official German Championship game – the Ladies Bowl – was played in 1992. Since 2008 the German women’s league has featured two divisions and for the 2010 season has 20 teams and approximately 750 players.

Women’s American Football has been played in Austria since 1997 and the Austrian Football Division Ladies features four teams from two countries: the Black Widows from Graz, Budapest Wolves Ladies from Hungary, Raiffeisen Vikings Ladies from Vienna and Rangers Roughnecks from Südstadt. The Austrian Ladies Bowl was first played in 2000 when the Black Widows won the first of three consecutive titles and since then the Vikings Ladies have won the past seven championship games. Cameron Frickey, a native of the United States and former wide receiver for the Vienna Vikings, will coach Austria.

Women’s football has a long tradition in Finland. Women started to play 9-on-9 flag football in the late 1980s, but rules evolved towards allowing contact, which eventually led to a move to tackle football. Finland head coach Teemu Kuusisto has a long history of coaching Finland’s national teams and top club teams. The GS Demons and Roosters, both from Helsinki, provide most of the starters for the national team and have dominated Ladies football in recent history, contesting the last seven national finals. Finland has six teams competing in their own domestic league.

Women’s football in Sweden is in its infancy with three club teams – Stockholm Mean Machines, Arlanda Jets and Limhamn Griffins -operating since the formation of a national team in 2008. The national team has twice faced neighbor Finland in friendly competition, improving in 2009 with a 36-6 loss following on from a 64-point shutout defeat a year earlier. Sweden’s female players have played flag football and also integrated with country’s men’s teams for the past decade.

For further information regarding the participating national federations, please contact:

USA: Steve Alic salic@USAFootball.com
USA Football: www.USAFootball.com

Canada: Paul Stoddard communications@FootballCanada.com
Shannon Donovan operations@footballcanada.com
Football Canada: www.FootballCanada.com

Germany: Christiane Langkamm c.langkamm@afvd.de
Andreas Gebek a.gebek@afvd.de
American Football Verband Deutschland: www.AFVD.de

Austria: Daniel Fettner daniel.fettner@afboe.at
Fouad Lilabadi foud.lilabadi@afboe.at
American Football Bund Österreich (AFBÖ): www.afboe.at

Finland: Tomi Tiilikainen tomi.tiilikainen@sajl.org
Petra Eloranta petra.eloranta@assure.fi
Suomen Amerikkalaisen Jalkapallon Liitto: www.sajl.org

Sweden Mikael Roos mikael.roos@amerikanskfotboll.com
Joan Travesset joan.travesset@amerikanskfotboll.com
Svenska Amerikansk Fotbollförbundet: www.amerikanskfotboll.com

IFAF In Stockholm: Lauren Hickey Lauren@MPrestonSports.com
Michael Preston Michael.Preston@IFAF.org
Websites International Federation of American Football www.IFAF.org

IFAF Women’s World Championship www.2010WWC.info

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Out of Africa

21.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Blog, Inside the Team, Staff

 Wenn man sich die Frauen-Nationalmannschaft inklusive Staff genauer anschaut, wird man feststellen, dass sie aus vielen doch sehr unterschiedlichen Individuen zusammengesetzt ist. Da stell man sich die Frage: Wie sollen in Stockholm diese Individuen als ein Team auftreten? Denn das ist ja einer der Punkte, der erfolgreiche Deutsche Nationalmannschaften immer ausmachte. Teamgeist. Und wenn man dann noch genauer hinschaut, dann findet man auf einmal doch viele Gemeinsamkeiten der Spielerinnen und Staff. Einige davon sind offensichtlich: Alle sind zum ersten Mal dabei. Alle wollen eine Medaille. Nach außen sagen die meisten Bronze und meinen aber eigentlich Gold. Aber dann sind da noch  Gemeinsamkeiten, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Was sollen Bathseba Buczylowski, Quarterback, 23 Jahre aus Köln und Equipment-Managerin Sonja Schmidt aus Berlin schon  gemeinsam haben? Es ist die Liebe zu einem Kontinent: Afrika.

Bathseba „Batze“ Buczylowski studiert Afrikanistik und Anglistik. Auch wenn sie sagt: „Das waren halt die zwei ersten Fächer auf alphabetischen Liste der Studienfächer“ , so steckt doch mehr dahinter. Nach dem Abitur und einem Auslandsjahr in England hat sich Batze viel zeit genommen, um darüber nachzudenken, was sie wirklich interessiert im Leben. Und das sind ganz eindeutig die Sprachen. „Ich liebe Sprachen. Ich halte Sprachwissenschaften für eine der wichtigsten Wissenschaften überhaupt. Durch Sprache sind wir erst zu Menschen geworden und wenn wir uns alle verstehen würden, würde das viel Leid auf der Erde verhindern“. Vor vier Jahren während der Fussball-Weltmeisterschaft war Batze zum ersten Mal in Afrika. In Südafrika arbeitete sie als freiwillige Helferin bei der Bestandsaufnahme von Wildtieren in einem Naturreservat. „Wir sind also in Teams zu dritt oder zu viert 10 – 30 Kilometer am Tag auf festgelegten Routen durch den Busch gelaufen und haben Tiere gezählt. Was habe ich dort erlebt – soviel. Hyänen machen die gruseligsten Geräusche die ich je gehört habe. nachts sind sie zu uns ins Camp gekommen und die klingen wie eine Mischung aus Babygeschrei und Wolfsheulen sehr gruselig. Auf dem Weg zu den Toiletten habe ich dann auch eine Auge in Auge getroffen. Sie hat sich zum Glück so sehr erschreckt wie ich und ist abgehauen. Als ich dann das rettende Sanitärgebäude erreichte war nur schon jemand vor mir da – eine Schlange, und auch noch eine giftige. Glücklicherweise hat sie mich nicht gebissen sondern den Schlangenspezialist am nächsten Tag. Der dann einen sehr schmerzvollen Tag hatte und einen Arm so dick geschwollen wie ein Elefantenbein. Südafrika ist gesegnet mit einer hinreißenden Natur und Wildlife.“
Über ihre weiteren Pläne erzählt sie: „So viel vor und nur so wenig Zeit. Ich möchte gerne nach Tanzania für ein paar Monate. Ich lerne Swahili seit 2-3 Jahren und an der Küste von Tanzania wird Kiunguja gesprochen – das Hochswahili. Im Moment verstehe ich nur einen Swahilisprecher, der langsam und deutlich spricht. Swahili ist die schönste Sprache, die ich je gehört habe. Im Moment arbeite ich als Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für angewandte Linguistik und helfe  bei der Betreuung von wissenschaftlichen Projekten im Bereich Alphabetisierung, bilinguale Erziehung und bei der Lehrstuhlorganisiation. Ich will Gutes tun.“

Wenn Batze ins Erzählen kommt, dann versteht man ihre Selbsteinschätzung besser: „Eigentlich kann ich nur zwei Sachen richtig: Geschichten erzählen und Quarterback spielen.“ Wer also spannende Geschichten aus einem fernen Kontinent hören will, sollte sich im Camp mal länger mit Batze unterhalten.

Sonja Schmidt wird dies bestimmt tun, kann sie doch selber spannende Geschichten aus Afrika berichten. Sie hat 2006 in Tansania den Kilimandscharo, mit 5895m der höchste Berg Afrikas, bezwungen. Für Sonja ein langgehegter Traum, der in Erfüllung ging. Drei Tage zuvor hatte sie schon den Mount Meru 4.562 m erklommen. Während für viele der ideale Urlaub aus zwei Wochen All-Inklusive besteht, verbringt Sonja ihre freie Zeit in der Wüste von Libyen.  Ohne fließend Wasser,  ohne Bett und unter einem freiem Himmel schlafend findet sie hier Entspannung vom Büro-Alltag. „Wenn man die Wüste durchquert, findet man sich selbst. Man lernt sehr schnell, was für ein Luxusleben  man hier in Deutschland doch genießt. Solche Reisen verändern einen Menschen enorm und lassen einen viele Dinge anders sehen.“

Und so wie Afrika zwei Mitglieder unseres Teams vereint, so gibt es viele Berührungspunkte zwischen den zahlreichen Spielerinnen. Manche sind Mütter, einigen studieren die gleiche Fachrichtung, viele haben Erfahrungen in anderen Nationalmannschaften gesammelt, sind als Schiedsrichter aktiv oder haben den selben Musikgeschmack. Und da gibt es einen Punkt, der sie alle vereint.

American Football für Frauen.

Denn darin werden sich alle einig sein und werden Sonja Schmidt, die selber dreizehn Jahre lang spielte, zustimmen: „Die Nationalmannschaft  ist für mich und vor allem für den Frauenfootball ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um den Frauenfootball …  zu unterstützen und diesen noch populärer zu machen und endlich die falschen Vorurteile „Frauen und Football“ zu entkräften.“

In diesem Sinne

One Team – One Goal – be ONE

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IFAF Newsletter

17.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Kanada, Links, Pressearbeit, Schweden, Scouting, USA

im neusten IFAF Newsletter und auf den Homepages der Teilnehmer sind einige Artikel über Frauenfootball und die bevorstehende WM 2010 in Stockholm mit dabei.

Ready to tackle the world
http://thechronicleherald.ca/Sports/1186629.html
Women prepare for world tackle football
http://www.cbc.ca/canada/new-brunswick/story/2010/04/16/nb-women-world-tackle-football-championship.html
Lady Gladiators harbour high hopes
http://dailygleaner.canadaeast.com/sports/article/1077222
Personal best: Mother of three has made football part of her routine
http://www.sfexaminer.com/sports/Personal-best-Mother-of-three-has-made-football-part-of-her-routine-93127044.html
FOUR U.S. OFFICIALS SELECTED FOR WOMEN’S WORLD CHAMPIONSHIP
http://www.ifaf.org/articles/view/451
Women’s National Team Ready to Represent the “Red, White and Blue”
http://www.usafootball.com/articles/displayArticle/7469/9596
Team USA Coaches Prepare for Sport’s Milestone Moment at IFAF Women’s World Championship
http://www.usafootball.com/articles/displayArticle/7463/9576
Funktionäre für Damen WM
http://translate.google.de/translate?u=http%3A%2F%2Fwww.amerikanskfotboll.com%2F&sl=sv&tl=de&hl=&ie=UTF-8
Team Canada bei Facebook
http://www.facebook.com/group.php?gid=120653601309853
IRVING OIL SUPPORTS CANADA’S FIRST EVER WOMEN’S TACKLE FOOTBALL TEAM
http://www.ifaf.info/articles/view/444
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Medical Staff – Bunt gemischt und erfolgreich

17.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein, Inside the Team, Staff

Damit ein Football Team einwandfrei funktionieren kann,  braucht es viele Rädchen, die reibungslos ineinander greifen. Drei Rädchen davon bilden die medizinische Abteilung, die für die Spielerinnen besonders wichtig ist. In der Frauen-Nationalmannschaft sind dies der Teamdoktor Dr. Marco Ezechieli und die beiden Pysios Meike Behrens-Brammertz und Steffen Schwarz. Für die drei beginnt der Tag bei der Nationalmannschaft schon sehr früh. Wenn nach dem Frühstück schon ein Training angesetzt ist so wie im Camp in Silberborn, dann müssen alle Spielerinnen bereits getapt zum Frühstück erscheinen. Bei 45 Spielerinnen können das bis zu 90 Füsse werden, dazu ein paar Hände, Finger oder andere Blessuren, die behandelt werden müssen. Während des Trainings müssen sie dann vor Ort sein, falls sich im Training jemand verletzt. Nachdem Training sind die Zimmer des Arztes und der Physios dann auch beliebte Anlaufstationen für die Spielerinnen. Selbst wenn man keine Verletzung hat, aber das eine oder andere Wehwehchen will auch behandelt sein. Schliesslich sollen ja alle Spielerinnen am nächsten Tag wieder Höchstleistungen bringen. Nur während der Video- und Theorieeinheiten hat die medizinische Abteilung dann Zeit. Genutzt wird sie, um erst einmal die Vorräte und das Material wieder auf Vordermann zu bringen. Aber dann gibt es endlich Freizeit. Meike Behrens-Brammertz nutzte die Zeit zum Lesen und Lernen Sie bereitet sich zur Zeit auf die Prüfung einer beruflichen Weiterbildung vor. Im Hamburg bietet sie Mobile Massagen an. Als einzige der drei hat sie bereits vor der Frauen-Nationalmannschaft eine Bindung zum American Football. Ihre Schwester spielt aktiv bei den Hamburg Amazons.  

Daraus ergibt sich die Frage: Wie kommen die beiden Herren zum American Football?

Steffen Schwarz aus Hohen Neuendorf bei Berlin arbeitet seit 2009 im Ambulanten Rehazentrum Märkisches Viertel  als Physiotherapeut mit umfangreicher Zusatzausbildung. Seine sportliche Heimat liegt eigentlich beim Rugby.  Als Kapitän spielt er mit Hohen Neuendorf erfolgreich in der zweiten Bundesliga und peilt den Aufstieg in die höchste Spielklasse an. Er hat es schon auf zwei Einsätze in der U18 Nationalmannschaft  gebracht und bringt als auch hier viel Erfahrung mit. Deutschland gehört übrigens zu den besten Amateurligen weltweit und versucht den Anschluss zu finden an Länder mit professionellen Rugby-Ligen. Rugby und American Football haben als Sportart zwar die selben Wurzeln, haben sich aber doch sehr unterschiedlich entwickelt. Wie kommt ein Rugby-Spieler dann zum American Football.  Als die Team-Managerin Mariam Khamsi-Strauch beim Reha-Zentrum nachfragte nach möglichen Kandidaten für den Posten als Physio, dachte sich Steffens Chefin: Das ist doch der gleiche Ball, da fragen wir doch mal den Steffen. Und der war begeistert von der Idee und sagte gerne zu. Und was Steffen Schwarz für die Nationalmannschaft so besonders wertvoll macht. Als Personaltrainer und Sporttherapeut ist er jetzt für die Athletik der Spielerinnen verantwortlich. Dazu gehört unter anderem das Aufwärmprogramm. „Ich war doch schon ziemlich beeindruckt von der Organisation auf und außerhalb des Platzes gerade bei so vielen Mädels. Wie schwierig das ist hab ich gerade bei den ersten beiden Erwärmungen mitbekommen. Ich bin es ja gewöhnt mit 30 Leute zu arbeiten,  aber bei über 70 Mädels musste ich dann schon schlucken.“ Aber auch das hat er in den Griff bekommen und nach dem Camp einen engagierten Fitnessplan für die Spielerinnen erstellt. „Die Ausdauer war bei den meisten Spielerinnen ziemlich gut und an Kraft und Stabilität haben wir jetzt gearbeitet“. Die Freizeit im Camp nutze Steffen oft zum Billardspielen mit seinem Kollegen Dr. Marco Ezechieli aus Hannover.

Dessen Lebenslauf klingt sehr nüchtern. Geboren 1978, verheiratet, ein Kind, seit 1999 Studium in Magdeburg und Hannover mit Approbation 2005, heute  in der Orthopädie der MHH im Annastift tätig. Aber wenn man genauer hinschaut, wird es sehr spannend. Als Sohn eines Italieners und einer Deutschen lebte er die ersten vierzehn Jahre seines Lebens in Kolumbien. Er spricht fünf verschiedene Sprachen. Nach der Bundeswehr spielte er ein Jahr lang Tennis auf der ITF Tour, bevor er mit dem Studium begann. Schon sehr früh hat er dabei den Schwerpunkt auf die Sportlerbetreuung gelegt. Ein Höhepunkt in seiner Arbeit war dabei die Betreuung der Feldhockey Europameisterschaft als Sportarzt. Seit 2009 betreut er mit einem Kollegen die Hannover Scorpions in der Deutschen Eishockey Liga. Nach schlechtem Saisonstart konnten sich die Scorpions nicht nur für Playoffs qualifizieren, sondern wurden am Ende zum ersten Mal Deutscher Meister. „Mit jeder weiteren Runde stieg die Spannung. Der Sieg im Finale war für Trainer Zach, die Mannschaft und Hannover ein toller Erfolg und für mich persönlich eine tolle Erfahrung Teil des Erfolges zu sein“. Auch bei Dr. Ezechieli war es der Vorgesetzte, der die Anfrage weitergeleitet hat und den Kontakt herstellte.  „Es hat Spaß gemacht in Silberborn eine so große Anzahl an Sportlerinnen zu betreuen und in Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten die Spielerinn fit zu machen. Es ist eine Herausforderung verschiedene Spielertypen zu behandeln und spezifisch auf den einzelnen Positionen auf Verletzungen zu reagieren.“

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Zum Üben

16.06.10

Autor: AGebek | Kategorie: Allgemein

Nur noch knapp eine Woche haben die Spielerinnen Zeit, um das Playbook zu lernen. Nicht nur das Playbook, sondern auch den Text der Nationalhymne sollte man kennen.  Hier nochmal für alle der Text:

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland! :|

Falls jemand während der Fussball-Übertragungen aus Südafrika  in Fan-Klamotten die Nationalhyme übt:

Macht ein Foto und schickt es mir an a.gebek@afvd.de!

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